Kommentar zur neu gegründeten UFBL Weyer

Als Villmarer Bürgerin und Mandatsträgerin erstaunt mich die Gruppierung aus Weyer doch sehr. In der UFBL ist u. a. ein derzeitiges Gemeindevorstandsmitglied sowie der Vorsitzende des Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde Villmar vertreten. Leute, die so nah an der derzeitigen „Gemeindepolitik“ daran sind, wie kaum andere Personen unserer Gemeinde. Nun streiten sie „(…) für eine offensive Kommunikationsstrategie des Gemeindevorstandes. (…)“.

Sparvorschläge für die Gemeinde Villmar zu fordern ist leicht und leuchtet auch ein. Aber den dort vertretenen 3 Verantwortlichen für die derzeitige Gemeindepolitik sind bisher keine adäquaten Lösungen eingefallen, um den Gemeindehaushalt zu entlasten.

In ihrem Wahlprogramm benutzt die neue UFBL Weyer Argumente, die bereits seit langem Gegenstand der Diskussion sind –      z. B. Urnenbestattungen. Diese sind in Villmar bereits in allen denkbaren Möglichkeiten vorhanden. Maßnahmen zur Energiegewinnung wurden auch schon durchdacht. Es wurden bereits von einem Fachunternehmen die Dächer der gemeindeeigenen Hallen hinsichtlich ihrer Eignung für Photovoltaikanlagen begutachtet und leider für nicht besonders geeignet und damit nicht wirtschaftlich sinnvoll erachtet.

„(…) Mittelfristig sieht man Einsparpotenzial und Effizienzgewinne durch die Zusammenle-gung von Aufgaben der Gemeinde mit Nachbargemeinden (…)“: Hier haben die derzeit noch verantwortlichen Politiker, die sich in der neu gegründeten Gruppierung engagieren wollen, wohl in den Sitzungen nicht aufgepasst, denn dieses Thema wird seit geraumer Zeit immer wieder diskutiert. Diesbezüglich wurden schon Kontakte zu den Nachbargemeinden geknüpft und Anstrengungen zur Kostenreduzierung unternommen.

Als Letztes gibt die neue Gruppierung ihren Unmut über das neue Lahn-Marmor-Museum kund. Hier wird aber der Leser bewusst in die Irre geleitet, denn es kommen keine Kosten von 940.000 € auf die Gemeinde zu. Es liegt ein Gemeindevertretungsbeschluss vor, dass sich die Gemeinde Villmar im Falle eines Baus mit max. 200.000 € beteiligt. Der größte Anteil muss von einer Stiftung, Spenden und Zuschüssen finanziert werden. Nur dann wird sich die Gemeinde einmalig beteiligen. In diesem Haushaltsjahr sind übrigens keine Mittel in den Haushalt eingestellt.

Einer Insiderin drängt sich der Eindruck auf, dass sich hier eine Gruppierung gebildet hat, die aus einigen Leuten besteht, deren Stärke nicht die Team- und Kritikfähigkeit ist, sondern die über ein gehöriges Maß an Geltungsbedürfnis verfügen.

Sabine Günther,
Mitglied der CDU-Fraktion
in der Gemeindevertretung Villmar

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