Historische Zukunftschancen

In der Politik war/ist die Opposition schon immer in einer dankbaren Position gewesen, lautstark Kritik üben zu können. So werden im Wahlkampf der Freien Wähler Villmar (FW)  Parolen gegen den Bau eines Lahnmarmormuseums unters Volk gestreut.

Aber wer in Villmar eine Verschuldung anmahnt, die wir unseren Kindern überlassen, der muss sich auch fragen lassen, ob wir es verantworten können, Zukunftschancen ungenutzt zu lassen.

Bei allgemeinem Bevölkerungsrückgang muss man aus verantwortlicher Sicht auch für zukunftsorientierte Schritte offen sein. Wer meint, wir könnten den dauerhaften Bestand unseres Marktfleckens mit der gut ausgebauten Infrastruktur ohne eigenes Zutun durch die nächsten Jahrzehnte retten, denkt nicht wirklich weitblickend an un­sere Kinder.

Der Tourismus, der mit einem Lahnmarmormuseum in Verbindung mit Wander-, Rad- und Wasserwanderwegen einhergeht, ist eine wirtschaftliche Chance. Der Marmor hat unsere Geschichte und die wirtschaftliche Entwicklung geprägt, mit den vielen Brüchen und den Natursteinwerken mehr als jede andere „Lahnmarmor­gemeinde“. Der Tourismus wird in Zukunft ein Standbein der zukünftigen Orts­entwicklung sein –  und das bitte in Villmar und nicht in einer anderen Lahnmarmor­gemeinde.

Aus verantwortlichem Handeln heraus hat sich die Villmarer Gemeindevertretung nach eingehenden Informationen und Beratungen mit großer Mehrheit (parteiübergreifend mit 25 von 31 Ja-Stimmen) für diesen mutigen Schritt in die Zukunft entschieden.

Ursula Alban

 

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