Position der CDU-Villmar zu aktuellen kommunalpolitischen Themen

Lahn-Marmor-Museum

In der CDU setzen wir uns intensiv mit dem Lahn-Marmor-Museum auseinander. Vorliegende bisherige Besucherzahlen des Unica-Steinbruches, Anstrengungen des Tourismuskreises Taunus-Westerwald, unser 4-Sterne-Radweg, die Erschließung von Wanderwegen sowie die Wasserwanderstraße Lahn geben Anlass dazu, daran zu glauben, dass das Museum eine historische Chance ist. Der Marmor mit seinen vielen Brüchen und den Natursteinwerken hat unsere Geschichte und die wirtschaftliche Entwicklung geprägt. Villmarer Marmor ist in aller Welt verbaut worden, bedeutende Gebäude wurden mit ihm geschmückt. Villmar hat Naturschätze von Weltruhm, die bisher leider noch im Verborgenen schlummern.

Der Tourismus wird u. E. in Zukunft ein wichtiges Standbein der Ortsentwicklung sein. Bei dem allgemeinem Bevölkerungsrückgang müssen wir alle aus verantwortlicher Sicht für zukunftsorientierte Schritte offen sein, denn ohne eigenes Zutun können wir den dauerhaften Bestand unseres Marktfleckens mit der gut ausgebauten Infrastruktur wahrscheinlich nicht durch die nächsten Jahrzehnte retten. Wir sprechen uns unter Einhaltung strenger Kriterien und eines überschaubaren Risikos für diese Zukunftschance aus.

Gemäß des Bschlusses der Gemeindevertretung vom 05.11.2009 ist eine spätere finanzielle Beteiligung ausgeschlossen. Eine Nachschußpflicht bzw. weitere Kosten oder finanzielle Unterstützung kann und wird es nicht geben.

Entwicklungschancen

Durch die bereits geplante schnelle Internetverbindung (DSL), durch ein vielfältiges  Gewerbegebiet, auch mit guten Einkaufsmöglichkeiten, durch ein erweitertes Kinderbetreuungs- und Schulangebot sowie durch den bereits begonnenen Ausbau des Tourismus sehen wir uns für die Zukunft gut gerüstet. Selbstverständlich dürfen wir uns nicht auf dem Erreichten ausruhen, sondern werden auch in Zukunft permanent daran arbeiten, den Marktflecken nach vorne zu bringen. Der Tourismus ist in Villmar trotz attraktiver topographischer und geologischer Lage noch deutlich unterentwickelt. Hier sehen wir erhebliches Entwicklungspotential.

Wir achten jedoch bei allen Projekten und verständlichen Wünschen stets auf die finanzielle Belastung des Marktfleckens. Bei anstehenden Anschaffungen werden wir stets prüfen, ob etwas wünschenswert oder z. B. gesetzlich vorgeschrieben ist. Leider sind uns bei vielen Entscheidungen durch bestehende Gesetze und Verordnungen die Hände gebunden.

 

Kindergartengebühren

Der CDU ist es wichtig, dass jungen Familien ein großes Spektrum an Kinderbetreuungsangeboten für die verschiedenen Altersstufen zur Verfügung steht.  Wir arbeiten weiter daran, unseren bereits sehr hohen Standard an Betreuungsangeboten zu optimieren.

Wir begrüßen den Wegfall von Gebühren, denn Investitionen in unsere Kinder sind Investitionen in die Zukunft. Aktuell bewegen sich die KiGa – und KiTa Gebühren auf einem durchaus wettbewerbsfähigen Niveau. Sowohl die politische Gemeinde als auch die Kirchengemeinde kommen jeweils als Träger der Kindergärten für den größten Teil der Kosten auf. Die angespannte Finanzlage gibt uns aktuell leider keinen Spielraum für einen völligen Verzicht auf KiGa und KiTa Gebühren. Einkommensschwache Familien erhalten bereits finanzielle Unterstützung.  Grundsätzlich halten wir es für sinnvoll und gerecht, dass Eltern, die über entsprechende Leistungsfähigkeit verfügen und dank der KiTa z. B. als Doppelverdiener ein höheres Einkommen erzielen auch einen Beitrag zur Finanzierung dieser Kinderbetreuung leisten.

 

Mit freundlichen Grüßen

Dieter Scheu

Vorsitzender der

CDU-Fraktion Villmar

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