Redebeitrag zur Städtepartnerschaft Kraliky/Villmar am 01.09.2011

Wir, die CDU Villmar, sind froh darüber, dass wir hier in der Sache als solche nicht mehr politisch diskutieren, sondern sachliche Beratung jeder einzelnen Fraktion, im Vorfeld erfolgte.

Sachliche und kritische Auseinandersetzung halte ich für wichtig und notwendig, eine politisch geprägte Auseinandersetzung in diesem Gremium für absolut unpassend. Das würde dem Thema nicht gerecht.

Mit freudiger Kenntnisnahme habe ich im Frühjahr vor der Kommunalwahl vernommen, dass (und ich erlaube mir zu sagen) ausgerechnet die FWG sich dem Thema Partnerschaft mit Grulich angenommen hat.

Ehre wem Ehre gebührt! Ich habe kein Problem, dass sich eine Fraktion ein Thema aufgreift, dieses zur Umsetzung bringt und sich auf die Fahne schreibt. Hier möchte ich aber dennoch wenigstens erwähnt lassen, dass es noch vor einem Jahr wohl völlig abwegig gewesen wäre, überhaupt mit der damaligen Spitze der FWG über eine parlamentarische einvernehmliche Umsetzung zu sprechen.

Dennoch vielen Dank an die FWG, neue Impulse gesetzt zu haben!

Ich selbst beobachte und verfolge die Partnerschaft von den Anfängen bis heute sehr wohlwollend aber anfänglich auch kritisch; bewusst ohne bisherige aktive Mitgliedschaft, um als Gemeindevertreter die kritische nötige Distanz zu wahren.

Aus diesen Beobachtungen heraus, persönlichen Treffen und Teilnahmen an Veranstaltungen, kann ich nur sagen:

„Es ist eine große Sache, was einige Villmarer und Grulicher Bürger, ohne nur eine Person besonders hervorzuheben, in diesen 15 Jahren auf den Weg gebracht haben.“

M.E. ist es schon viel mehr, als ein Ortsschild mit Partnergemeinde mit…xy., wie es an vielen Städten und Gemeinden zu sehen ist, ohne dass es wirklich lebt.

Um auf die jüngsten Impulse zurückzukommen, diese Partnerschaft mit Grulich, die der Partnerschaftsverein angestrebt hat, als offizielle Partnerschaft der Gemeinde zu besiegeln, möchte ich es nicht unerwähnt lassen, dass die CDU Villmar dieses Vorhaben seit Jahren positiv unterstützt und begleitet.

Die Zeit war bisher anscheinend noch nicht reif. Wir haben uns in der letzten Legislaturperiode noch dafür ausgesprochen, das Thema nicht  mit aller Gewalt zu versuchen, parlamentarisch durchzudrücken, selbst wenn es, mit einer vielleicht knappen Mehrheit möglich gewesen wäre, wäre es unseres Erachtens der Sache nicht gerecht geworden.

Manchmal braucht es einfach länger zum Ziel zu gelangen, viel wichtiger ist es jedoch auch wirklich anzukommen.

Ich danke allen Beteiligten, insbesondere dem Partnerschaftsverein für seine Beharrlichkeit und Engagement in der Sache und würde mir sehr wünschen wenn alle Fraktionen mit einem klaren Signal der Partnerschaft zustimmen.

Der ein oder andere vielleicht nochmal in sich geht und sich im Sinne eines vereinten Europas und Völkerverständigung – trotz aller aktuellen Probleme- sich nochmal einen Ruck gibt.

Zudem wünsche ich dem Partnerschaftsverein gutes Gelingen in den weiteren Bemühungen, die letztendlich nicht mit Grulich zu Ende sein müssen, sondern vielleicht mit Hilfe auch andere Vereine, ihre Weltoffenheit auch für weitere Partnerschaften unter Beweis zu stellen.

Vielen Dank
Ludger Behr

 

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