Leserbrief in der NNP vom 03.12.2014

Anonyme (unschöne) E-Mails, unverschämt (schriftlich) vorliegende Äußerungen gegenüber Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung, aggressive Stimmung innerhalb des Parlamentes und weiteres Unerfreuliches mehr – so stellt sich zurzeit die politische Arbeit in Villmar dar. Demokratische Grundsätze werden teilweise mit Füßen getreten. Es ist unmöglich, es jedem recht zu machen. Dennoch sollten alle Beteiligten zum Wohle Villmars an einem Strang ziehen. Doch das politische Miteinander sieht traurig aus. Sicherlich ist es auch dem geschuldet, dass durch die Geldnot und die zu hohen Auflagen die Unzufriedenheit aller wächst. Aber wir jammern auf einem recht hohen Niveau. Die Mitglieder aller Fraktionen sind gewählte Bürger, die das Ziel haben, gemeinsam für Villmar das Bestmögliche herauszuholen. Unterschiedliche Interessen und Weltanschauungen hin oder her, bestimmte Spielregeln sollten, ja müssen eingehalten werden. Das droht in Villmar aus dem Gleichgewicht zu geraten. Zusätzlich gibt es einige Leute, die können und wissen alles besser. Schade nur, dass diese Damen und Herren immer nur hetzen, politische Verantwortung aber nicht übernehmen wollen. Wer es besser kann, ist eingeladen, sich an der politischen Arbeit zu beteiligen. Suchen Sie sich eine Partei Ihrer Wahl aus und zeigen Sie den in der Verantwortung Stehenden wie es geht. Bedenken Sie aber bitte: Bei 31 Gemeindevertretern und elf Gemeindevorständen gibt es sicherlich nicht nur Dummköpfe. Es gibt eine ganze Reihe von Verantwortlichen, die sich in ihrer Freizeit einbringen und sich für und über Villmar Gedanken machen, die gut vorbereitet in die entsprechenden Sitzungen und Ausschüsse kommen. Aber gesetzliche Bestimmungen und Verordnungen bin-den uns in vielen Fällen die Hände. Ehrenamtlich Tätige dürfen nicht gegen bestehendes Recht verstoßen – auch wenn es ihnen nicht immer gefällt. Steuererhöhungen treffen uns auch, denn auch wir sind Teil des Marktfleckens Villmar.

Sabine Günther

CDU-Beigeordnete des
Marktfleckens Villmar

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