Gedanken zu Leserbriefen in der Zeitung

Schlägt man als Kommunalpolitiker morgens die Zeitung auf, freut sich ein jeder über die differenzierten Beiträge zum politischen Leben, die häufig in Leserbriefen, insbesondere von Villmarer Bürgern, zum Ausdruck gebracht werden. Die Botschaft ist immer die gleiche. Alle, die sich ehrenamtlich engagieren, haben keine Ahnung! Alle, die sich ehrenamtlich engagieren, haben keinen Durchblick! Alle, die ihre Freizeit zur Gestaltung des öffentlichen Lebens zur Verfügung stellen, denken nur an ihren eigenen Vorteil!

Interessant ist nur, dass alle Verantwortlichen, egal welche politische Richtung sie vertreten, keine Ahnung haben. Kein Gescheiter ist dabei, der in irgendeiner Fraktion klaren Sach- oder Menschenverstand besitzt.

Denkt man darüber nach, kann hier etwas nicht stimmen. Schaut man genauer hin, weiß jeder: Eine Entscheidung hat immer Vor- und Nachteile. „Die Kehrseite der Medaille“ wird in den meisten Fällen beleuchtet und dann der Sinn und Nutzen abgewogen.

Nun steht im nächsten Jahr die Kommunalwahl an. Bei dem großen politischen Interesse und der Weisheit der geneigten Leserbriefschreiber ist davon auszugehen, dass in der kommenden Wahlperiode alles besser wird. Dann nämlich, wenn sich die „Wissenden“ in den unterschiedlichen Gruppierungen zur Wahl stellen und ihren Sachverstand zum Wohle der Bürger einbringen. Bislang ist von den „Leuten mit Durchblick“ noch niemand in der Verantwortung. Keiner stellt sich dem Lob oder den Anfeindungen der Bevölkerung entgegen. Aber wir gehen davon aus, dass diese „Schlaumeier“ in der nächsten Wahlperiode durch ihre Bereitschaft zur Mitarbeit das Beste für die Bürger herausholen.

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